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Geschichte

Geschichte der evangelischen Kirche in Hévíz

Die evangelische Kirche in der Helikon utca 6 in Hévíz wurde 1998 feierlich eingeweiht. Sie ist Eigentum der beiden ungarischen evangelisch-reformierten und der evangelisch-lutherischen Kirchengemeinden. Die deutschsprachige evangelische Gemeinde in Hévíz, die aus Kurgästen und ortsansässigen Deutschen, Österreichern und Schweizern besteht, ist Gast in dieser Kirche und trägt 1/3 der laufenden Kosten.

Die Kirche ist nach Plänen des ungarischen Architekten Szeghalmy Bálint erbaut worden, die dieser bereits 1938 entworfen hatte. Die Fertigstellung des Baus konnte er nicht mehr erleben, denn bereits 1963 verstarb er in Deutschland. In der Kirche sind Stileinflüsse der Donauschwaben wie Blumensymbole und Herzen eingeflossen. Durch die großzügige Verwendung von Holz und durch die Rundform der Kirche ergibt sich eine einladende und beruhigende Atmosphäre. Der reformierte Einfluß ist bei der Gestaltung bestimmend gewesen. Das schlichte Innere so wie der Verzicht auf bildliche oder figürliche Darstellungen weisen darauf hin. Die einfache Kanzel hebt sich über dem Altartisch kaum ab.

Für die Lutheraner wurden zwei Kompromisse eingegangen: Zum einen zeigt der Flügelaltar in geschlossener Form den reformatorischen Charakter, aufgeklappt erscheint ein Bild, das Menschen zeigt, die im Zeichen des Lichts auf ein Kreuz zugehen. In den Seitenflügeln ist der Paulustext aus 1. Kor. 13,13 in ungarisch dargestellt: "Nun aber bleiben Glaube, Hoffnung, Liebe, diese drei; aber die Liebe ist die größte unter ihnen." Der Gobelin in den beiden Seitenflügeln wurde von der bekannten ungarischen Künstlerin Rosza Polgar entworfen und erstellt. Zum anderen wurde in die Außenfront des Gebäudes ein Kreuz und die Kirchenglocke eingelassen, wogegen der reformatorische Stern auf der Spitze des Daches angebracht ist.

Die Hälfte der Baukosten und der Grund und Boden wurde von der Stadt Hévíz zur seelsorgerischen Betreuung der deutschen Gemeinde zur Verfügung gestellt, der Rest wurde durch Kollekten sowie durch in- und ausländische Spenden gedeckt. Im Jahr 2005 erhielt die Kirche auch eine Orgel.

Der erste rein deutschsprachige Gottesdienst fand am 9. Mai 1999 statt. Seitdem trifft sich eine große Gemeinde jeden Sonntag um 11:00 Uhr zu ökumenischen Gottesdiensten. Seit dem Jahr 2004 entsendet die Evangelische Kirche in Deutschland einen pensionierten Pfarrer/in für die Gottesdienste und seelsorgerische Betreuung.

Dieser Dienst ist Gottes Lob und der Erbauung der Gemeinde gewidmet.

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